Good Stories – #14/2026: Presseinfos, SEO und GEO
Wie Pressemitteilungen in Zeiten von SEO und GEO funktionieren.
Eine Pressemitteilung muss heute auch dort bestehen, wo aus klassischen Suchergebnissen mit Links konkrete Antworten werden. Denn immer mehr Nutzer:innen stellen ihre Fragen direkt an ChatGPT, Gemini, Claude oder andere KI-Systeme. Diese fassen Informationen zusammen und geben einen ersten Überblick, ohne dass ein Klick auf die ursprüngliche Website erforderlich ist.
Während SEO (Search Engine Optimization) die Auffindbarkeit in klassischen Suchmaschinen verbessert, zielt GEO (Generative Engine Optimization) darauf ab, dass Inhalte in generativen KI-Antworten berücksichtigt und als Quelle genannt werden. Für PR-Teams bedeutet das: Es reicht nicht mehr, bei Google und Co. auf Platz eins zu erscheinen. Inhalte müssen von KI verstanden, ausgewählt und korrekt zitiert werden.
Was heisst das für künftige Presseinformationen?
- Klare, faktenbasierte Struktur: Überschrift und Inhalte müssen Einordnung, Nachrichtenwert und verifizierbare Fakten liefern (die berühmten W-Fragen: Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wen betrifft es). KI-Systeme funktionieren ähnlich wie Journalist:innen: Beide wollen schnell eine Antwort.
- Direkte Sprache ohne Schnörkel: Kein Marketingsprech, keine Schachtelsätze, keine langen Herleitungen. Was wichtig ist, muss nach vorne im Text und klar formuliert werden. „Innovativ“ und „zukunftsweisend“ beantworten keine einzige Frage zur tatsächlichen Leistung eines Produkts.
- Aufbau: Zwischenüberschriften (oder Aufzählungen) machen Inhalte besser lesbar. Und für KI-System besser scanbar. Hinweise wie „Fazit“ oder „Schlussfolgerung“ helfen, Kernaussagen zu extrahieren.
- Fakten: Ob Zahlen oder Studien, wie Medien lieben auch KI-Modelle Aussagen, die mit belegbaren Daten unterfüttert sind. Das können auch FAQs sein, die einer PI beigefügt sind. Oder Zitate von Führungskräften, Expert:innen mit Hinweis auf deren Rolle und Fachkenntnisse.
- Weiterführende Links und Boilerplate: Werden Links mit entsprechendem Kontext aufgenommen, verstehen KI-Systeme, warum sie relevant sind.
Beispiel: „Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht (Link).“
Das gleiche gilt für die sog. „Boilerplate“ am Ende der Pressemitteilung. Sie enthält die wichtigsten Kernaussagen und Keywords zum Unternehmen, zur Marke, zum Produkt, ebenso wie den Link zur Unternehmenswebsite. Damit verankern sich Kernbotschaften im semantischen Umfeld.
Fazit:
Wer heute GEO-Kriterien in die Pressearbeit integriert, sorgt dafür, dass sein Unternehmen, seine Marke, sein Produkt auch in Zukunft sichtbar ist. In den Medien, in Suchmaschinen und in KI-Antworten. Und damit bei seiner Zielgruppe.
3 Fragen für Sie und Ihre Organisation:
- Wie nutzt Ihr Unternehmen Pressemitteilungen, um wichtige News zu kommunizieren?
- Liefern Sie belegbare Fakten, Belege, FAQs zu ihren Presseinfos mit?
- Tauchen diese Pressemitteilungen in Suchmaschinen und bei KI-Modellen auf?
Wenn Sie auf diese Fragen keine zufriedenstellenden Antworten finden, kontaktieren Sie mich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch: mail@kbj-pr.de.