Good Stories – #1/2026: Warum es gute Geschichten braucht!
Oder warum so viele gute Geschichten nie erzählt werden.
Morgens ein Blick aufs Handy: Kurz durch die Nachrichten und die sozialen Netzwerke scrollen. Man liest über Krisen, hört von Konflikte, sieht Katastrophen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die Welt bestehe nur noch aus schlechten Nachrichten. Natürlich gehören sie dazu. Medien sollen Missstände aufdecken, Entwicklungen einordnen und kritisch berichten. Das ist ihre Aufgabe. Und das ist wichtig. Doch während wir über Krisen diskutieren, passiert gleichzeitig auch etwas anderes: Ein kleines Familienunternehmen stellt eine nachhaltige Innovation vor. Eine Kommune schafft neue Treffpunkte für ihre Bürgerinnen und Bürger. Ein Verband bringt Menschen zusammen. Mitarbeitende engagieren sich weit über ihre eigentliche Aufgabe hinaus. Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihre Region. Menschen entwickeln Ideen, die das Leben anderer ein Stück besser machen.
Genau hier beginnt gute Kommunikation.
Diese Geschichten gibt es. Jeden Tag. Und doch schaffen sie es erstaunlich selten ins Rampenlicht. Nicht, weil sie belanglos wären. Sondern weil sie häufig niemand erzählt. Genau hier beginnt für mich gute Kommunikation. Sie bedeutet nicht, Probleme kleinzureden oder schwierige Themen auszublenden. Im Gegenteil: Glaubwürdigkeit entsteht dort, wo offen, transparent und ehrlich kommuniziert wird. Aber gute Kommunikation sollte dort nicht aufhören. Sie sollte auch sichtbar machen, was gelingt. Was Menschen bewegt. Was Hoffnung macht. Und was unsere Unternehmen, Kommunen, Verbände und unsere Gesellschaft jeden Tag voranbringt.
Nach mehr als 25 Jahren in der Unternehmenskommunikation habe ich eines immer wieder erlebt: Gute Geschichten sind selten Mangelware. Was häufig fehlt, ist der Blick für sie. Denn im Alltag geht vieles unter: Zwischen Meetings, Projekten und To-do-Listen bleibt oft keine Zeit, einen Schritt zurückzutreten und zu erkennen, was eigentlich längst erzählenswert wäre. Dabei sind genau diese Geschichten weit mehr als nette Anekdoten oder kleine Randnotizen. Sie schaffen Vertrauen. Sie stiften Identifikation. Sie geben Orientierung. Und sie zeigen, wofür eine Organisation steht – oft überzeugender als jede Imagebroschüre.
Deshalb trägt dieser Blog den Titel „Celebrating Good Stories“.
Hier geht es um Kommunikation. Um Menschen in Unternehmen, Kommunen und Verbände. Um Ideen, Engagement, Führung, Reputation und Haltung. Vor allem aber geht es um Geschichten, die zeigen, was möglich ist. Manchmal sind sie groß. Oft sind sie auf den ersten Blick überraschend klein, gehen aber in die Tiefe. Und bewegen. Fast immer beginnen sie dort, wo niemand eine Schlagzeile vermutet.
Für mich das die wichtigste Erkenntnis aus einem Vierteljahrhundert Kommunikationserfahrung: Die besten Geschichten müssen nicht erfunden werden. Sie sind längst da. Wir müssen nur lernen, sie zu erkennen – und sie zu erzählen. Deswegen erzähle ich hier jede Woche gute Geschichten. Gerne auch IHRE gute Geschichte, von Ihrem Unternehmen, Ihrer Kommune, Ihrer Organisation, Ihrem Verband.